1096 Tage

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Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe es geht euch gut!?

1096 Tage

 

1096 Tage Multiple Sklerose, 3 Jahre auf den Tag genau. Was hat sich so getan? Wie ist es mir ergangen? Was für Erfahrungen habe ich gemacht/machen müssen?

Was hat sich so getan?

Bis jetzt hält das kleine Monster artig seine Klappe und lässt mich in Ruhe. 2016 die beiden Schübe haben gereicht finde ich. Ich habe mich im Januar/Februar um alle Unterlagen für eine Kur/Reha gekümmert und Sie ist bewilligt, Das ist eines meiner Ziele für 2018 gewesen. Eine Reha machen. Nicht unbedingt bezogen auf MS, sondern viel mehr um raus zu kommen, mich zu erholen und Behandlungen zu bekommen, die mir gut tun. Ich stelle mir etwas wie eine Sport und Bewegungstherapie vor, Physiotherapie, Ergotherapie, Entspannungskurse so etwas eben. Ansonsten ist es ruhig zur Zeit. Ab und an habe ich kleine Hänger, aber nichts was wirklich schlimm ist. Ich habe im Januar, wie schon berichtet, eine Ernährungsberatung angefangen. Sonst ist soweit alles beim Alten geblieben, ich mache mittlerweile jeden Tag ein bisschen was in meinem Schuhkarton, damit ich nicht alles an einem Tag machen muss und danach der Tag für mich gelaufen ist. So mache ich jeden Tag etwas und dann gehört der Rest mir. Ich kann Chaos mittlerweile überhaupt nicht haben, meine Mama wundert sich, glaube ich, immer noch wie aus ihrer Chaosqueen ein kleiner Ordnungsfreak geworden ist.

Wie ist es mir ergangen?

Es gibt Tage da denke ich mehr über die Zukunft nach, als an anderen. Wie wird meine MS verlaufen? Ich weiß es nicht! Werde ich einen Partner haben, der damit klar kommt und mich unterstützt? Ich weiß es nicht! Komme ich damit klar? Die meiste Zeit sehr gut und absolut positiv. Allerdings war es so, als ich die beiden Schübe hatte, habe ich diese Krankheit verflucht und mich gefragt WARUM ICH??? Tja, das wird mir keiner jemals beantworten können. Aber ich sehe es als Aufgabe und werde nicht daran scheitern. Ich lasse mich nicht von der MS einschränken und unterkriegen. Das ist MEIN Leben, da hat sie nur wenig bis gar nichts zu melden. Doofe Kuh die. Ich war letztens allerdings krank geschrieben, wegen dem Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall oder einem neuen aktiven Herd im Rückenmark. Ich bin morgens aufgewacht und konnte meinen Kopf nicht mehr bewegen, blödes Gefühl. Ich bekam Muskelentspannendetabletten, Schmerzmittel und ein MRT. In der Zeit war nicht wirklich viel mit mir anzufangen, die Tabletten haben mich so fertig gemacht, 500m gehen und ich war am Ende meiner Kräfte. Deshalb habe ich auch selber auf einen Schub getippt, aber es war weder ein Schub, noch ein Bandscheibenvorfall. Es ist eine Fehlstellung im Bereich der Halswirbelsäule. HWS-Steilstellung, nennt sich das Ganze wohl. Naja jetzt geht es bald mit Krankengymnastik und Sport los. Denn sowohl meine Hausärztin, als auch meine Neurologin meinten ‚um Sport kommst du nicht mehr drum herum‘. Naja, dann muss ich das jetzt eben durchziehen. Wird der MS auf jeden Fall auch nicht schaden, im Gegenteil. Ich hatte letzten Samstag ein Probetraining im Fitnessstudio und es sehr gut. Ich habe nicht mal ein ganzes Training durchgezogen und jetzt schon Muskelkater. Am 01.05.18 geht’s los, dann habe ich wohl meine Krankengymnastik für’s Erste durch und es ist nicht gleich zu viel auf einmal.

Was für Erfahrungen habe ich gemacht/machen müssen?

Eine MS entwickelt sich meist schleichend, bei mir fing es im Herbst/Winter 2013 an, ich war sehr müde, wenig agil und antriebslos. Dazu kamen noch eine Beziehung in der ich seelisch sehr gelitten habe, es mir aber nicht bewusst war. Das ist purer psychischer Stress. Naja das zog sich bis Ende Mai 2014, bis ich mich aus dieser Beziehung löste. Danach ging es mir erstmal gut, ich habe zwar einige Zeit gebraucht um mein Selbstbewusstsein, wieder aufzubauen, weil ich in der Beziehung viel an mir gezweifelt habe. Im nachhineine betrachtet, war damals die MS schon aktiv, aber wer denkt gleich an eine Krankheit?! Ist ja nichts ungewöhnliches, dass man im Winter nicht so fit ist wie im Frühjahr. Winterblues und so!  Im Sommer ging es mir dann soweit wieder ganz gut. Dann kam der Verdacht, Krankenhaus und die Diagnose. Aber auch danach und damit ging es mir gut. Dann kam der erste Sommer mit MS und ich habe den lieben Uhthoff zu spüren bekommen. Dann der erste Winter und die Fatique machte sich breit. Es war egal wie viel oder wenig ich geschlafen hatte, ich war einfach ständig müde. Es kamen teilweise Sprüche wie ’na dann musst du mal früher ins Bett‘ , ’na die Nacht wieder zum Tag gemacht?‘ oder ‚wie kann man nur ständig so müde sein?‘ Tja ich kann das…

Das teilweise Doofe an der MS ist eben, man sieht sie nicht. Man sieht mir Uhthoff oder die Fatique nicht an. Und es ist nicht schön immer müde zu sein oder Einschränkungen zu haben, sobald es draußen wärmer als 20°C wird oder es schwül und drückend wird. Deshalb mag ich den Winter mittlerweile sehr gerne, weil es mir dann gut geht und ich nicht so müde bin.  Der Sommer ist zwar auch schön, aber Temperaturen über 25°C sind für mich nicht schön und wenn es schwül ist, darüber muss ich nichts sagen oder?! Dann kann man mich nur noch in die Ecke stellen…

Naja ich werde der MS keine Chance geben mich klein zu kriegen. Die blöden Tage werden immer mal wieder kommen, aber ich werde sie nicht überhand gewinnen lassen.

Bis bald!

Jeannie

 

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Hi, ich bin Jeannie, 27 Jahre alt, lebenslustig, verrückt, kreativ, Auto vernarrt und komme aus der Region Hannover. Hier schreibe ich über alles was mich beschäftigt aus dem Herzen direkt aufs Papier. Quasi als Dauergastautor von Manuel.
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